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	<title>Angscht a Schrecken zu Lëtzebuerg &#187; Deutsch</title>
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	<description>eng Rees an d&#039;Härz vum lëtzebuergeschen Alpdraam</description>
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		<title>Angst und Schrecken und Insekten am Bodensee</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 17:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Episoden]]></category>

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		<description><![CDATA[Bregenz. Strömender Nieselregen. Hätte ich eine Frisur, ich bin mir sicher, sie täte alle andere als sitzen. Der Bodensee ist farblich kaum vom Himmel zu unterscheiden. Oder eher: Der Bodensee wäre farblich kaum vom Himmel zu unterscheiden, würde man ihn denn sehen.  Nebel so dicht, dass er auf dem Jahrmarkt als „Zuckerwatte light“ ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bregenz. Strömender Nieselregen. Hätte ich eine Frisur, ich bin mir sicher, sie täte alle andere als sitzen. Der Bodensee ist farblich kaum vom Himmel zu unterscheiden. Oder eher: Der Bodensee wäre farblich kaum vom Himmel zu unterscheiden, würde man ihn denn sehen.  Nebel so dicht, dass er auf dem Jahrmarkt als „Zuckerwatte light“ verkauft wird, verhindert den Farbvergleich. </p>
<p><a href="http://www.angschtaschrecken.lu/audio/angschtaschrecken128.mp3">Download audio file (angschtaschrecken128.mp3)</a><br /> <br />
<a href='http://www.angschtaschrecken.lu/audio/angschtaschrecken128.mp3'>mp3</a></p>
<p><span id="more-403"></span><br />
Auf der Fähre herscht eine Stimmung wie in einem schlechten Horrorfilm. Wie schlecht der Horrofilm ist, merke ich vor allem daran, dass die Statistinnen allesamt von gackerenden Fahrrad-Touristinnen gestellt werden, die sich ganz und gar nicht der drückenden Stimmung ergeben wollen.<br />
Ich stehe auf jeden Fall auf dem Deck und schaue bedrückt in den Nebel. Ein paar Augenblicke später zieht eine durch radioaktive Strahlung – so ein Film soll ja auch ein bisschen gesellschaftskritisch sein – mutierte Riesenkrake die „MS AUSTRIA“ in die Tiefe. </p>
<p>Zum  Glück ist der Horrofilm so schlecht, dass kein Budget für die Riesenkraken-Special-Effects mehr vorhanden war. So bleibe ich am Leben. Mich beschleicht ein schlechtes Gefühl. Das war sicherlich nicht die letzte Begegnung mit meinen zwei alten Bekannten Angst und Schrecken am Bodensee. </p>
<p>Nach meiner Odysee über den See kam ich irgendwann im Radiocamp an. Dort stellte mich ein netter Herr seinen Kindern mit den Worten „das ist der Meister von Angst und Schrecken!“ vor. Mein Ruf eilt mir offenbar vorraus. Ich wanderte zum Ufer und überlegte kurz, mir einen schwarzen Kaputzenmantel zu kaufen, als ich mich plötzlich in einem Schwarm voller Insekten wiederfand. Tausende, nein, Millionen von merkwürdigen Schwebetieren schwirrten und summten am Ufer herum. Ich trat zur Flucht an, doch die Liegewiese war mit einer Armee von Libellen bevölkert, die wie Kampfhubschrauber hochschnellten, sobald ich mich auf sie zu bewegte. Das war wohl der Beginn der Invasion.  Bald würden wir wohl eine gigantische Pyramide für eine Ameisenkönigin bauen.  Die Schweiz war wahrscheinlich schon längst in Insektenhand. </p>
<p>Immerhin würden wir die Insekten mit allerlei High-Tech-Kram bekämpfen können. Der umgebaute Router, der über WLAN Radio empfang, hatte sicherlich auch einen Insektenbekämpfungmodus. Und durch das neue Konferenzradiosendungsprogramm war es möglich, die Invasion der sechsbeinigen Monster in einer Sondersendung in meheren Städten gleichzeitig zu übertragen. Aber ob das wohl so populär wie das Castorradio sein würde? </p>
<p>Am Lagerfeuer wurde diese Frage  genauso eifrig diskutiert wie den Größenunterschied zwischen Männer- und Frauenklos. Eine Theorie zu Erklärung dieses unmöglichen Zustands war, dass die Erbauer des sogenannten „Duschpalastes“ allesamt sehr beleibte Männer gewesen waren, die sich selbst sehr viel Platz für ihre Geschäfte verschafft hatten.<br />
Das mit dem Lagerfeuer war überhaupt so eine Sache. Das Cafézelt, vor einigen Jahren noch „the place to be“ am Radiocamp, hatte offenbar seinen Charme verloren und war endweder leer oder hatte den Charme eines Stehempfangs nach der Siegerehrung eines Kleinkunstwettbewerbes in der Bahnhofshalle von Markelfingen. Wie „in“ und hip das Lagerfeuer war, zeigte sich auch darin, dass immer wieder spontan Menschen hinzu stoßen und vor Freude einen lauten Tanz aufführren – was inmitten der philosophischen Gespräche über Toilettengrößen etwas deplaziert anmutete. </p>
<p>Würden die Insekten die Weltherrschaft an sich reissen? Würde die ohnehin schon wackelige Internetverbindung die Liveberichterstattung über die Invasion aushalten? Wieso war die gemütliche vorbeirauschender-Güterzug-Geräuschkulisse durch ein knackiges Musikbett (Brahms, Kammermusik für 5 Freischneider) ergänzt worden? Und vor allem: warum war auf dem Frauenklo eigentlich viel weniger Platz als auf dem Männerklo. Angst und Schrecken hatten mich. </p>
<p>Das einzige, was jetzt noch half, war die Flucht. Hoffentlich ohne allesverschlingende Riesenkraken im Bodensee … </p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.angschtaschrecken.lu/?flattrss_redirect&amp;id=403&amp;md5=6ad568d2951b9ad6955fb269df796232" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.angschtaschrecken.lu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Angscht a Schrecken und Kälte am Bodensee</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 15:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensee]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich schlage meine Augen auf. An mir vorbei ziehen steile Berghänge. Leichte Klaustrophobie macht sich breit. Ich liege in einem Nachtzug, der durch die modelleisenbahnlandschaftähnlichen Gebirge Tirols fährt. Ich, der noch nie so hohe Berge von so nahem gesehen hat, erstarre vor Erfurcht vor diesen felsigen Riesen. Ich errinnere mich an eine Vorlesung, in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schlage meine Augen auf. An mir vorbei ziehen steile Berghänge. Leichte Klaustrophobie macht sich breit. Ich liege in einem Nachtzug, der durch die modelleisenbahnlandschaftähnlichen Gebirge Tirols fährt. Ich, der noch nie so hohe Berge von so nahem gesehen hat, erstarre vor Erfurcht vor diesen felsigen Riesen. Ich errinnere mich an eine Vorlesung, in der mir Menschen von den Bergen vorschwärmten. Mütterlich und behaglich sei die Alm. Bei mir wecken so hohe, bedrohliche felsige Monster nur meine zwei alten Bekannten Angst und Schrecken. In einem Tunnel gelang es mir, in einen von Alpträumen durchsetzten Dämmerschlaf zu fallen …</p>
<p><a href="http://www.angschtaschrecken.lu/audio/angschtaschrecken113.mp3">Download audio file (angschtaschrecken113.mp3)</a><br />
<a href="http://www.angschtaschrecken.lu/audio/angschtaschrecken113.mp3">mp3 download 11,4 mb</a><br />
<span id="more-334"></span><br />
Ein Wortschwall weckte mich wieder. Die Frau, die neben mir lag, redete ohne Unterlass in ein Telefon. Mit dem Sendungsbewusstsein von 10 freien Radiomachenden, denn die Person auf der anderen Seite hatte wohl kaum eine Chance, ihr zu antworten. Am Abend war dies auch schon so gewesen. Ich vermute, dass sie wohl „Krieg und Frieden“ diktierte – anders konnte ich mir ihre epische Logorähe nicht erklären.</p>
<p>In Bregenz klebten wir unsere abgekauten Ohren wieder an und machten uns auf den Weg zu Fähre. In einem ultra-modernen Glasbau erklärte uns der Hafenmeister, dass die Kasse nebenan sei. Dort standen zwei Senioren, die ungeduldig auf die Öffnung der genannten Kasse warteten. Nachdem die Verspätung von unglaublichen 1 Minute 32 Sekunden protokolliert worden war, kauften die Beiden Tickets für die Fähre und diktierten der Person hinter der Kasse, wieviel Rabatt sie nun bekommen würden. Das hatten sie sich ganz schlau vorher ausgerechnet. Zur Blumeninsel Mainau wollten sie. </p>
<p>War das Wetter in Bregenz noch grau und trüb gewesen, so herschte in Konstanz strahlender Sonnenschein. Ein wunderbares, sommerlich warmes Radiocamp stand mir bevor. In Gedanken hüpfte ich bereits barfuß und in kurzen Hosen über das sonnige Campgelände. Ich wusste gar nicht, wie sehr ich mich gerirrt hatte.</p>
<p>Eine Nacht danach stand ich tatsächlich barfuß am Bodensee. Ich hatte meine Schuhe ausgezogen, damit sie nicht vollständig vernässten. Eine schlaue Sache, dachte ich.<br />
Dann verließ ich mein Zelt.<br />
Es hatte die ganze Nacht durchgeregnet. Ich wunderte mich, dass es noch Matsch gab, in den meine Füße einsinken konnten. Die gefühlte Kälte hätte eher vermuten gelassen, dass der Boden mindestens 10 cm tief gefrohren wäre. </p>
<p>Ich konnte auch ohne Probleme über Steine und Stöcke laufen, denn der Kälteschmerz überwiegte. Schade, dass unter den 5 Schichten niemand mein T-Shirt mit dem Aufdruck „I feel hardcore“ lesen konnte. </p>
<p>Der Bodensee ist in der Vergangenheit regelmäßig zugefrohren. Seegfröhre wird das genannt. Lange konnte es nicht mehr dauern, dass der Mai 2010 als so ein Moment in die Geschichte eingehen würde. Angst und Schrecken schleiften schon ihre Schlittschuhkurven. Anscheinend war dies das Werk der sogenannten „Eisheiligen“. Der katholische Glauben erschien mir noch einmal mysteriöser.</p>
<p>Nach einigen Tagen Kälte schienen die Nahrungsreserven in der Natur aufgebraucht zu sein. Am Morgen erzählten mehere Menschen von einer Maus, die ihr Zelt heimgesucht haben sollte. Laut den Beschreibungen war das Tier ungefähr 3 Meter lang, hatte eine Schulterhöhe von anderthalb Metern und ein braunes Fell. Alle Angst schien von ihr gefallen zu sein, denn sie liess sich auch durch Klopfen  und Rütteln nicht von Rucksäcken vertreiben, so groß ihr Hunger nach Wasabinüssen. Angst und Schrecken erschienen in Form von gigantischen Nagetieren.<br />
Neben den Workshops  und dem Auffüllen von Wärmeflaschen war Essen eine der Hauptbeschäftigungen im Camp. Leider wurde dieses Vergnügen durch die merkwürdige Rationierung getrübt. An einem Tag gab es eine halbe Kinderportion Käsespätzle mit drei gebratenen Zwiebelstückchen, am nächsten baute sich auf meinem Teller vor mir ein Turm aus Spaghetti auf. Er hätte einen Schatten geworfen, hätte die Sonne geschienen. Das tat sie leider nicht. Mittlerweile hatte ich schon ein wenig Angst um meine Zehen. </p>
<p>Die Abendgestaltung war bei den sibirischen Temperaturen auch etwas anders als sonst. Niemand tanzte zu den Klängen des großen LSD-Symphonieorchesters, auch kein süßlicher Geruch war zu vernehmen. Die illegalste Droge, die zu finden war, war eine Wodka-Cola-Mischung, die unter der Hand verteilt wurde. Drei Menschen tanzten zu einem schlechten komerziellen Radiosender. </p>
<p>Angst und Schrecken hatten mich. Wieso war es MITTE MAI so unglaublich kalt? Hatte die braune Bodenseemaus Tollwut? Was hat die Frau im Zugabteil so wichtiges und vieles zu erzählen? Hatten die Senior_innen die Blumeninsel Mainau erreicht? Wieso wurden Menschen, die Kälte brachten, heilig erklärt? Gab es einen guten Grund für die merkwürdige Essensrationierung? Würden meine Füße die Eiseskälte noch länger aushalten? Wieso um alles in der Welt waren meine Schuhe eigentlich nass? </p>
<p>Das einzige, was jetzt noch helfen würde, war die Flucht. Über den zugefrohrenen Bodensee.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.angschtaschrecken.lu/?flattrss_redirect&amp;id=334&amp;md5=783ff6894284caef1f89bd408beb2974" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.angschtaschrecken.lu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Angscht a Schrecken in einem Weinkeller</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 21:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn man lange genug in einer Großstadt gelebt hat, verspürt man den Drang nach Wildniss, nach einfachem Dorfleben, nach einem Ausflug. Und was könnte sich für einen frischgebackenen Wiener Gonzojournalisten da besser eignen als einen Ausflug in das Weinviertel? 



mp3 download Angscht a Schrecken in einem Weinviertel

Diese Folge ist übrigens auf Deutsch, weil sie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man lange genug in einer Großstadt gelebt hat, verspürt man den Drang nach Wildniss, nach einfachem Dorfleben, nach einem Ausflug. Und was könnte sich für einen frischgebackenen Wiener Gonzojournalisten da besser eignen als einen Ausflug in das Weinviertel? </p>
<p><a href="http://www.angschtaschrecken.lu/audio/angschtaschrecken106.mp3">Download audio file (angschtaschrecken106.mp3)</a></p>
<p><a href="http://www.angschtaschrecken.lu/audio/angschtaschrecken106.mp3">mp3 download Angscht a Schrecken in einem Weinviertel</a></p>
<p><em>Diese Folge ist übrigens auf Deutsch, weil sie nicht nur auf <a href="http://www.graffiti.lu">Graffiti</a>, sondern auch auf <a href="http://www.o94.at">ORANGE 94.0</a> im Rahmen der Sendung <a href="http://funkschatten.medienzentrum.at">Funkschatten</a> gelaufen ist.</em></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.angschtaschrecken.lu/?flattrss_redirect&amp;id=303&amp;md5=781d399b7325d16940f20afb905843f6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.angschtaschrecken.lu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Angst und Schrecken am Bodensee (Edition 2009)</title>
		<link>http://www.angschtaschrecken.lu/2009/05/24/angst-und-schrecken-am-bodensee-edition-2009/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 17:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Gastbeitrag der Jugendtruppe der Wüsten Welle aus Tübingen. Obwohl ich dieses Jahr nicht am Bodensee zum Radiocamp sein könnte, gab es dort natürlich viel Angst und Schrecken. Und zum Glück habe ich ja letztes Jahr einigen Mitglieder der Wüsten Welle gezeigt, wie man so eine Folge Angst und Schrecken produziert.
Der Aschenbechermann, Mückenzelte und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag der Jugendtruppe der <a href="http://www.wueste-welle.de/">Wüsten Welle</a> aus Tübingen. Obwohl ich dieses Jahr nicht am Bodensee zum Radiocamp sein könnte, gab es dort natürlich viel Angst und Schrecken. Und zum Glück habe ich ja letztes Jahr einigen Mitglieder der Wüsten Welle gezeigt, wie man so eine Folge Angst und Schrecken produziert.<br />
Der Aschenbechermann, Mückenzelte und der größte Schwan der freien westlichen Welt:</p>
<p><a href="http://media.wohlwill.de/audio/as_bodensee_ed_2009.mp3">Download audio file (as_bodensee_ed_2009.mp3)</a></p>
<p><a href="http://media.wohlwill.de/audio/as_bodensee_ed_2009.mp3">mp3 download</a></p>
<p>Danke an Chris, Aysun, Miri, Johannes, Simon, Hannah und Steffi!</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.angschtaschrecken.lu/?flattrss_redirect&amp;id=251&amp;md5=f3941df790b7c48a95c56c6444fcdd62" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.angschtaschrecken.lu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Angst und Schrecken in Münster</title>
		<link>http://www.angschtaschrecken.lu/2009/02/15/angst-und-schrecken-in-munster/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 22:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Münster]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Wochenende, also eher zwei Tage, mit Freunden in Münster zu verbringen klingt eigentlich ganz gemütlich. Wären da nicht gewisse Faktoren, das ganze ein wenig verrückter machten, als es eigentlich so schon war.


mp3 download Angst und Schrecken in Münster


Das Ganze war mal wieder eine geheime gonzojournalistische Mission, was bedeutet, dass Ablehnen so gut wie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Wochenende, also eher zwei Tage, mit Freunden in Münster zu verbringen klingt eigentlich ganz gemütlich. Wären da nicht gewisse Faktoren, das ganze ein wenig verrückter machten, als es eigentlich so schon war.</p>
<p><a href="http://www.angschtaschrecken.lu/audio/angschtaschrecken91.mp3">Download audio file (angschtaschrecken91.mp3)</a><br />
<a href="http://www.angschtaschrecken.lu/audio/angschtaschrecken91.mp3">mp3 download Angst und Schrecken in Münster</a></p>
<p><span id="more-234"></span><br />
Das Ganze war mal wieder eine geheime gonzojournalistische Mission, was bedeutet, dass Ablehnen so gut wie unmöglich war. Desweiteren war ich auf eine Lesung eingeladen. Und wie jeder weiß, der mich nicht nur von diesem Podcast kennt, bin ich eine gewaltige Rampensau und stelle mich gerne auf Bühnen oder setze mich auf Barhocker und spreche in Mikrofone. Mir gefällt das einfach, wenn mir alle zuhören. Ich weiß, dass viele das nicht verstehen können. Wie kann man nur seine innersten Gedanken und Gefühle nach außen kehren und sie vor sich hintragen? Wieso tut man so etwas?</p>
<p>Ganz einfach: Aus dem gleichen Grund, aus dem der Hund sich am Arschloch leckt. Weil er es kann.</p>
<p>Die Reise begann, Ökoheiligenschein verpflichtet, wie so oft, mit der Bahn. Nun hatte die deutsche Bahn Ende letzten Jahres die Preise erhöht, was das Bahnreisen zu einem noch teueren, aber nicht unbedingt angenehmeren Vergnügen machte. Fünf Stunden sollte die Reise bis nach Münster dauern, und immerhin sicherte mir ein reservierter Sitzplatz eben genau das: einen Sitzplatz. Mit Schrecken dachte ich an die Fahrt nach Köln im Oktober, bei der ich keinen Platz reserviert hatte und mich nach jeder Haltestelle um einen neuen Platz kümmern musste.<br />
Irgendwann hatte ich gemeinsam mit einer Weintourismusgesellschaft an einem Vierertisch gesessen. Die hatte ihre neuen Einkäufe auch sofort ausprobieren müssen. So entkorkten diese fröhlichen Menschen fortgeschrittenen Alters mehere Flaschen Wein und verspeisten Teilchen und Salzstangen zu dem freudenspendenen Saft.</p>
<p>Ich fand das ziemlich schrecklich, wurde aber zum Glück beim nächsten Halt von meinem Platz verscheucht.</p>
<p>Meine Rese nach Münster hingegen sollte so ruhig wie sonst eigentlich nie erfolgen. Nur zwischen Köln und Düsseldorf war es ein wenig stressig, weil viele Leute in Anzügen von Köln nach Düsseldorf wollten. Was mir irgendwie sehr suspekt vorkam. Wer in drei Teufels Namen will eigentlich nach Düsseldorf?</p>
<p>Sollte mir dann aber doch egal sein, ich wollte ja eh nach Münster. Eine Studentenstadt, von der ich eigentlich schon mehr wusste, als mir bewusst war, aber das sollte mir auch erst nach meiner Abfahrt wieder einfallen. Ich dachte nur: Norddeutschland, das wird sicher Schnee und Kälte bedeuten, vielleicht sogar eisen Meereswind. Als Landratte verschätzt man sich ja gerne mit dem direkten Einfluss des Meeres, der so weit gar nicht reicht.</p>
<p>Ich stieg also nach einer dann doch schon ziemlich langen Zugfahrt in Erwartung eines eiskalten Bahnhofs aus dem Zug. So kalt sollte es dann doch nicht sein. Es war eigentlich fast genauso warm wie in Luxemburg. Vielleicht sogar noch wärmer.</p>
<p>Das erste Mal in meinem Leben wartete tatsächlich ein Mensch auf dem Bahnsteig auf mich. Das ist eine schöne Erfahrung, finde ich.</p>
<p>Ein Dönerbesuch und ein Bierkauf später waren wir dann auch schon auf dem Weg in das berühmt-berüchtige Raktencafé. Mein Mitleser, der mich abgeholt hatte, erzählte mir allerlei wunderliche Sachen über das Etablissement, wovon ich eigentlich nur zwei Sachen behielt: Cocktails und 50er Jahre Einrichtung. Was beides sehr gut klang.<br />
Cocktails. Allein der Klang dieses Wortes schon.</p>
<p>„Münster also“, dachte ich an jeder Straßenecke und versuchte erst gar nicht, mich irgendwie zurecht zu finden. Als Luxemburger ist man in der dummen Situation, dass man eigentlich überhaupt keinen Orientierungssinn braucht, weil man eh alle 100 Meter irgendetwas sieht, woran man sich orientieren kann. In fremden Städten muss man dann endweder sehr aufmerksam sein oder sich blind auf einen Ortskundigen verlassen. Ich wählte die zweite, komfortablere Methode.<br />
Nicht unbedingt zu meinem Vorteil, wie sich später heraustellen sollte.</p>
<p>Am Raktencafé angekommen bemerkten wir, dass unsere Biere noch nicht ausgetrunken waren. Schnell also den kühlen Gerstensaft in die eh schon kalte Speiseröhre geschüttet. Irgendwie war mir nicht sehr wohl dabei. Ich hatte irgendwie meine Probleme damit, vor einer Lesung zu trinken. Also, Gewissensprobleme. Dabei hatte ich bisher vor all meinen Lesungen getrunken. Wie weit entfernt doch so oft Willen und Tun waren.<br />
Angst und Schrecken.</p>
<p>Das Raketencafé, also. Es sah nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich bitte also den Hörer, der das Etablissement nicht schon mal betreten hat, seine momentane Vorstellung eines Cafés mit 50er Jahre-Einrichtung zu vergessen und es sich stattdessen einfach oranger vorzustellen. Das war die dominierende Farbe. Soweit ich mich erinnern kann, auf jeden Fall.</p>
<p>Das ganze war schon gut gefüllt, als wir ankammen und es wurden nicht weniger Menschen. Ich fragte mich, ob irgendwer wegen mir gekommen war. Vielleicht war mein gonzojournalistischer Ruf ja schon bis nach Münster vorgedrungen und jemand hatte sich beim Anblick des Flyers mit meinem Namen gedacht: „Wow, DER kommt nach Münster? Da muss ich hin!“.<br />
Gut, selbst ich mit meinem gigantischen Ego halte das für unrealistisch. Aber man wird doch noch träumen dürfen, oder?</p>
<p>Meine Mitleser begrüßten mich herzlich und teilten mir mit, dass wir den ganzen Abend lang zierfrei waren. Freigetränke.<br />
Frei..cocktails.</p>
<p>Normalerweise halte ich mich zurück, aber die Cocktails im Raketencafé waren jetzt schon sagenumwoben und so konnte ich nicht wirklich wiederstehen. Ich weiß nicht mehr ganz genau, welches mein erstes Getränk war. Vielleicht war es ein Long Island Iced Tea. Obwohl das eigentlich nicht sehr für mich sprechen würde, immerhin wollte ich vor dem Lesen ja „nichts trinken“ und hatte so eben schon schon einen halben Liter Bier getrunken.</p>
<p>Auf jeden Fall wurde es dann bald neun Uhr und die Lesung begann. Genauer gesagt: Ich begann mit Lesen.<br />
Das ist ja auch immer so eine Sache. Das Intro wurde zwar von einem Kassettenrekorder abgespielt, aber trotzdem war es dann an mir, die Menschen auch menschlich zu begrüßen. Das muss man sich vorstellen. Ich rede jede Woche vor möglicherweise vielen tausend Menschen im Radio, poteniell über das Internet zu noch viel mehr – aber wenn ich dann vor 50 in einem Café hocke und „Hallo“ sagen soll, weiß ich nicht mehr, was ich sagen soll und zucke merkwürdig mit dem Kopf.<br />
Nun gut, vielleicht zucke ich auch beim Radio merkwürdig mit dem Kopf, aber da sieht das ja niemand. Angst und Schrecken waren definitiv auch unter dem Publikum.</p>
<p>Die Lesung selbst verlief glänzend. Darüber kann ich wirklich nicht mehr sagen. Danach wurde dann von allen Seiten her gelobt. Ich in der doofen Situation, nicht wirklich zu wissen, was ich darauf antworten sollte. Ich betrachte mich selbst als einen Menschen, der zwar gerne Komplimente hört, aber dann nicht weiß, was er sagen soll. Weil ich den Leuten ja schlecht mit einem Kompliment antworten kann.<br />
„Sie haben aber auch sehr gut zugehört, das muss man Ihnen schon lassen! Das war sicherlich nicht ihre erste Lesung, was?“</p>
<p>Ich halte mich ja normalerweise zurück, wenn es um Freigetränke geht und bestelle dann nur Bier oder Wein und höchstens einen Cocktail. Um nicht wie ein Schmarotzer zu wirken, der sich die Bahnfahrt durch gratis Alkoholkonsum wieder freisäuft. Aber meine werten Mitleser haben mich geradezu dazu angestiftet, zu profitieren und waren selbst auch gut darin, dem Barkeeper das letzte abzuverlangen. Vor allem stand der gemütliche Barbesitzer in seiner Lederjacke und Pornobrille neben dem Tresen und nickte immer nur freundlich, wenn ich ihn sah. Alle Welt schien zu wollen, dass meine Erinnerung an diese Nacht sehr schwammig wurde.</p>
<p>Angst und Schrecken blitzen für einen winzigen Moment auf.<br />
Dann konnte ich mich wieder an einem Getränk festhalten und auf einen luxemburgischen Helden trinken, den hier niemand kannte.</p>
<p>Ab hier wird die Erinnerung schwammig. Es ist schwer, zu sagen, was in all den Stunden, die ich im Raketencafé verbracht habe, passiert ist. Ich war öfters auf dem merkwürdigen Klo, das voller Kritzeleien und Sticker war, die alle gegen oder für irgendetwas waren. Ich kann mich auch noch erinnern, mit einer Kunststudentin über meine Kunstprojekte geredet zu haben. Ich habe dabei wohl ziemlich gelallt, was die Gute aber nicht verschreckt hat. Vielleicht war ich auch nur taub für jedgliche körpersprachlichen Signale.<br />
Angst und Schrecken regieren mich, wenn ich mich so zurück erinnere. Einfach, weil die Erinnerung schwammig ist.</p>
<p>Ich weiß noch, wie wir voller Panik nach Schlüssel suchten und ich vergliche versuchte, mit meinem Handy unter eine Sitzegelegenheit zu leuchten. Das ist überhaupt so eine Sache. Man sollte Handys serienmäßig mit starken Taschenlampen statt mit Kamera ausstatten. Das würde so oft so viel mehr Sinn ergeben als eine Kamera, die eh eine Schrottqualität hat.</p>
<p>Irgendwann bin ich fast auf einer Sitzgelegenheit eingeschlafen. Angst und Schrecken. Sowas ist mir noch nie passiert, weshalb ich tunlichst versuchte, meine Augen nicht mehr zu entspannen.<br />
Sehr viel Zeit dazu hatte ich eh nicht mehr, weil wir uns jetzt aus dem Raketencafé begaben. Ich meinem Mitleser und Abholer hinterher. Zur Bushaltestelle. Wo er erst mal auf den Bus warten wollte. Ein kurzer Blick auf Uhr und Fahrplan veriet meinem vernebeltem Verstand, dass wir endweder sehr lange warten würden oder einen anderen Weg finden müssten. Angst und Schrecken wurden größer und größer in den kalten Straßen Münsters.</p>
<p>Zum Glück fand sich ein Ausweg. Eine Bekannte, die uns anbot, doch alle in ihrer WG zu schlafen. Ich nahm dankend an und so verhalf sie mir zur Flucht. Eine lange, verrückte Flucht vorbei an Döner- und Teppichläden, über den Bahnhof, über nasskalte Straßen und schlussendlich in eine WG, deren Türdekoration aus Zigarettenpäkchen bestand.</p>
<p>Und da waren sie wieder, meine beiden alten Bekannten. In Münster schien es kein Entrinnen zu geben &#8230;</p>
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		<title>Angst und Schrecken auf dem Weihnachtsmarkt</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 19:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joël</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Chreschtdaag]]></category>
		<category><![CDATA[Chrëschtmaart]]></category>
		<category><![CDATA[Quattro Stazioni]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen des Radiowanderprojektes Quattro Stazioni fand im August und November eine Radiowanderung zwischen den Jugendredaktionen der freien Radios in Wien, Ratibor, Leipzig und Luxemburg statt. Damit das Projekt nicht sofort einschläft und die Jugendlichen sich alle nicht mehr sehen, wurde ein weiterer Austausch organisiert. Diesmal für die Beiträge. Und ich habe im Rahmen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des Radiowanderprojektes Quattro Stazioni fand im August und November eine Radiowanderung zwischen den Jugendredaktionen der freien Radios in Wien, Ratibor, Leipzig und Luxemburg statt. Damit das Projekt nicht sofort einschläft und die Jugendlichen sich alle nicht mehr sehen, wurde ein weiterer Austausch organisiert. Diesmal für die Beiträge. Und ich habe im Rahmen des &#8220;Quattro Satzioni Weihnachtsspecials&#8221; die Weihnachtsmarktfolge auf Deutsch übersetzt:</p>
<p><a href="http://www.freie-radios.net/mp3/20081216-angstundsc-25490.mp3">Download audio file (20081216-angstundsc-25490.mp3)</a><br />
<a href="http://www.freie-radios.net/mp3/20081216-angstundsc-25490.mp3">mp3 download Angst und Schrecken auf dem Weihnachtsmarkt</a></p>
<p>Hintergrundmusik: &#8220;DDR-Elektrö&#8221; (meine Regieanweisung war: nervöse Hintergrundmusik)<br />
Effektgerät: Nokia irgendetwas auf Telefonhybrid von Radio Blau, Leipzig</p>
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